BORS

BORS ist die Abkürzung für das themenorientierte Projekt (TOP) Berufsorientierung an Realschulen. Es wird in Klasse 9 projektartig und fächerübergreifend durchgeführt und ist für alle Realschüler verbindlich. BORS besteht seit 2004 aus folgenden Teilen:

1. Kernstück ist nach wie vor das 5-tägige Betriebspraktikum. Jeder Schüler sucht sich selbstständig und rechtzeitig einen Betrieb/eine Behörde, wo er sein unentgeltliches Praktikum durchführen kann. In dieser Woche gehen die Neuner also nicht zur Schule. Der dafür vorgesehene Zeitraum ist i. d. R. die zweite Woche nach den Herbstferien. Also "darf" die Suche nach einem Praktikumsplatz bereits am Ende der 8. Klasse beginnen. Sollte es Schwierigkeiten bei der Stellensuche geben, gibt es eine Liste mit einer Auswahl der Praktikumsbetriebe der letzten Jahre. Die EWG- und Klassenlehrer sowie die Eltern geben ebenfalls gerne Auskunft.

2. Zu BORS muss eine Projektmappe angefertigt werden. Sie beinhaltet  genaue Tagesberichte aus der Praktikumswoche sowie weitere Materialien und Arbeitsergebnisse im Rahmen der Berufsorientierung. Eine genaue Beschreibung, wie diese auszusehen hat, gibt es hier.

3. Im EWG-Unterricht wird i. d. R. zu Beginn des Schuljahres themenorientiertes Grundlagenwissen vermittelt. Jeder Schüler lernt das Erstellen einer Bewerbung (EWG und Deutsch) sowie weitere Inhalte, die bei der zukünftigen Berufswahl von Bedeutung sind: 

Duales System

Bildungswege in Baden-Württemberg

Arbeitsschutz am Arbeitsplatz

Betriebliche Auswahltests

Berufsausbildungsvertrag

Jugendarbeitsschutzgesetz

Berufswelt im Wandel

Flexibilität und Mobilität in der Arbeitswelt.

4. Am Ende von BORS muss jeder Schüler im Rahmen einer Projektprüfung seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis stellen. Überprüft und benotet werden die Projektmappe (50 %) und das themenorientierte Grundlagenwissen (50 %) aus dem EWG-Unterricht. Die Note wird dem Jahreszeugnis für Klasse 9 in Form eines Testates beigelegt. Die BORS-Note zählt nicht zur EWG-Note und ist nicht versetzungsrelevant. Der genaue Prüfungszeitraum wird rechtzeitig vom EWG-Lehrer bekannt gegeben.

5. Jede 9. Klasse erhält zwei Mal im Schuljahr Besuch von der Berufsberaterin der Arbeitsagentur Heilbronn, an die konkrete Fragen zur Berufs- und Ausbildungswahl gestellt werden können. Sie versorgt die Schüler weiterhin mit wichtigen Informationen und aktuellen Hinweisen. Weiterhin werden externe Bewerbungstrainer eine Unterrichtseinheit zur richtigen Bewerbung in den Klassen übernehmen. Ein Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Heilbronn ermöglicht ebenfalls eine gezielte Beschaffung von Informationen. Die Lernpartnerschaften und -kooperationen unserer Schule mit Betrieben aus der Umgebung stellen eine konkrete Zusammenarbeit und einen Austausch von Ansprüchen und Erwartungen beider Seiten dar. Auch hier übernehmen betriebliche Experten Unterrichtsinhalte, es können ebenfalls Unterrichtsinhalte, insbesondere im Fach Technik, vor Ort in den jeweiligen Betrieben durchgeführt werden. Unsere Partnerbetriebe sind am BORS-Brett (neben dem Lehrerzimmer) und auf dieser Seite unter Partnerbetriebe der Hölderlin-Realschule zu finden. Sie bieten z. T. auch Praktikums- und Ausbildungsplätze an.

6. Um sicher zu stellen, dass alle Abgänger der Hölderlin-Realschule nach der bestandenen mittleren Reife nicht mit leeren Händen dastehen, fordern wir Eltern und Schüler mit Nachdruck auf, alles zu unternehmen, um für unsere Schüler einen angemessenen weiteren Bildungs- oder Berufsweg zu finden. Hierbei unterstützen uns, bei entsprechendem Bedarf, in professioneller Art und Weise Experten der ARGE des Landkreises Heilbronn und der JuLe Lauffen. Auch unsere Schulsozialarbeiterin, Frau Witzemann, steht bei dringendem Bedarf mit Rat und Tat zur Seite. Wir streben in diesem Sinne eine individuelle und kontinuierliche Begleitung unserer Schüler auf dem Weg der Berufsfindung an.