Exkursion nach Verdun

36 beteiligte Staaten, 17 Millionen Tote – der Erste Weltkrieg war ein Krieg, der die Welt für immer veränderte. Um sich dessen schlimmste Schlacht vorstellen zu können, ging es am Dienstag, den 16. Juni 2019 für zwölf Schüler/-innen der 9. Klassen unserer Schule zu einer dreitägigen Exkursion nach Verdun.

Der Besuch in der Zitadelle von Verdun zeigte sehr anschaulich wie die französischen Soldaten unter der Erde versuchten, ihre Kameraden an der Front zu unterstützen. Beeindruckend waren die Kälte, die Dunkelheit sowie die Größe der unterirdischen Gänge. So diente die Zitadelle einerseits als logistisches Zentrum, andererseits als Mühle, Bäckerei, Telegrammzentrale und Krankenstation. Riesige Munitionslager sorgten für Nachschub an der Front.

Selbst in der Nacht im Hotel beschäftigten sich die Schüler mit der Thematik des Ersten Weltkriegs. Von Schreien aufgeweckt, fragten sie sich ob ein gefallener Soldat wohl im Hotel als Poltergeist sein Unwesen treibt.

Daher ging es nach einer kurzen Nacht am nächsten Tag zum Beinhaus von Douaumont. Diese nationale Gedenkstätte birgt Gebeine von über 130.000 nicht identifizierbaren Soldaten. Die Außenanlage des Monuments beeindruckt durch ihre gepflegten und parallel angeordneten weißen Kreuze. Sie stehen für die unzähligen, gefallenen, französischen Soldaten.

Auf dem Weg zum Museum durchquerte die Exkursionsgruppe das vollständig zerstörte Dorf Fleury. Hier sind, selbst nach einhundert Jahren, die unzähligen Granateneinschläge noch klar sichtbar. Vom Dorf selber ist kein einziger Stein übrig geblieben.

Zurück in der Stadt entdeckte die Gruppe das heutige Verdun vom Wasser aus. Eine Bootsfahrt zeigte die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Highlight war die, noch von Hand betriebene Schleuse.

Schick gekleidet ging es gemeinsam zum Abendessen. Bevor ausgiebig geschmaust wurde, bedankte sich eine Schülerin im Namen aller bei Herrn Waldenberger und Herrn Kammerer für die schöne Fahrt.

Auf dem Heimweg wurde ein letzter Stopp auf einem deutschen Soldatenfriedhof eingelegt. Über 11.000 deutsche Soldaten wurden hier beigesetzt, was in etwa der Einwohnerzahl von Lauffen am Neckar entspricht. Die Gräber der deutschen Soldaten haben, im Gegensatz zum französischen Soldatenfriedhof, schwarze Kreuze.

Wir bedanken uns an bei den uns begleitenden Lehrkräften (Frau Schulz und Frau Roßmann) sowie bei Herrn Kammerer für die Begleitung und das Fahren des Busses. Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Lauffen am Neckar wurde diese Exkursion erst ermöglicht. Bedanken wollen wir uns daher bei der Stadt und dem Bürgermeister, Herrn Waldenberger.

Diese Exkursion bleibt uns (trotz des bedrückenden Inhaltes) in positiver Erinnerung.

(Luisa Wiesner, 9d & Celine Gulczynski, 9b)