HÖLDERLIN UND WIEDERKEHRENDE TRADITIONEN

 

Von Cagatay Ugurlu

 

Die Projektwoche an der HRS ist nicht nur eine Woche in denen wir Schüler Sport treiben, Malen und basteln oder Theater spielen, nein, die Projektwoche bei uns ist eine Tradition, die unsere Schule und das Leben darin ungemein prägt.

 

An den Schulen, die ich kenne, ist es so, dass man bis zur letzten Woche "Unterricht" hat. "Unterricht" deshalb, weil man nahezu nur noch Eis essen geht, diskutiert welchen Film man schaut und mit den Büchern auch jegliche Motivation abgibt.

 

"Chilig" meinen einige, aber die letzten Tage ziehen sich hin, wie ein Kaugummi auf dem aufgeheizten Asphalt an einem noch heißeren Augusttag.

 

Bei uns an der HRS ist das anders. Schon Wochen vor Schuljahresende wird durch Frau Loos die Projektwoche vorbereitet. Projektideen werden zu Papier gebracht und uns auf dem silbernen Tablett präsentiert.

 

Wenn die Woche beginnt, durchbrechen wir Schüler die Grenzen der Klassenräume und orientieren uns neu. Schüler von Klasse 5-9 kommen zusammen und setzen sich mit ihren Interessen auseinander.

 

Für die Lehrer handelt es sich teilweise um "Herzensprojekte". So auch Herr Spangenberger, für den die Projektwoche nicht nur das Ende des Schuljahres 2016/2017 signalisiert, sondern auch das Ende seines Arbeitslebens. Dafür hat er sich was besonderes einfallen lassen und hat gemeinsam mit einem Künstler und einigen kreativen Schülerköpfen den Vorraum der Mensa verschönert. "Durch unser Tun, machen wir die Mensa etwas freundlicher. Sie gehört jetzt ganz zu unserer Schule und ist mit einem waschechten Spangenberg nun ganz in das Schulleben der HRS aufgenommen." " So eine Schülerin.

 

"Wir haben Begriffe zum Thema Mensa und Schulnahrung gesammelt und diese miteinander in Bezug gesetzt. Durch unser gemeinsames Tun, ist ein riesiges Kunstwerk entstanden. Wir sind echt stolz."

 

Von den Ergebnissen profitieren wir als Schule, sammeln Erinnerungen und schließen neues Freundschaften.           Kurz: Wir prägen das Ende eines jeden Schuljahres und gehen positiv bestärkt in die Sommerferien.

 

Hölderlin wie wir ihn sehen

 

Frau Blommer gab mit ihrem Projekt zur individuellen Vorstellung die Möglichkeit, dem Lauffener Schriftsteller Friedrich Hölderlin ein persönliches Gesicht zu geben. Dabei war nicht wichtig dem Bild der Öffentlichkeit zu entsprechen, sondern darum seine eigenen Vorstellungen über die Person und sein Tun darzustellen.

 

Geocaching

 

Einige Schülerinnen und Schüler haben mit Frau Witzemann und GPS-Geräten Die Lauffener Umgebung unsicher gemacht.

 

In kleinen Gruppen wurden versteckte Orte, aber auch Schätze gesucht und gefunden.

 

Upcycling

 

Aus alt mach neu ist gerade in den letzten Jahren eine Ideologie vieler junger Menschen geworden, sondern auch an der HRS angekommen.Einige Mädels kamen motiviert S, um aus alten Hosen und Kleidungsstücken modische Taschen herzustellen.

 

"Besonders am Upcycling ist, dass man Unikate herstellt. Jede Tasche von unserem Projekt ist einzigartig. Außerdem schonen wir die Umwelt, da durch solche Projekte, weniger textile Materialien hergestellt werden müssen."

 

 

 

Internationale Küche

 

In diesem Jahr haben auch Schülerinnen der 9. Klassen ein Projekt angeboten. Sie nahmen die Schüler ihrer Gruppe mit auf eine kulinarische Reise und bereiteten amerikanische Bürger, asiatische Nudelgerichte, Burritos und Pasta zu.

 

"Wir kochen beide sehr gerne und möchten diese Leidenschaft an unsere Mitschüler weitergeben", äußerten sich die beiden Projektleiterinnen.

 

Das Juggerspiel

 

Das Jugger ist eine Ballsportart, die Elemente des Ringens und Fechten aufweist.

 

Angeboten wird dieses Projekt von ehemaligen Schülern angeboten. "Die Schüler sollen Spaß am Sport haben. Sie können sich während des Spiels auspowern und stärken im Mannschaftssport gleichzeitig ihre sozialen Kontakte."

 

Die nötigen Utensilien haben die Projektleiter in Eigenarbeit hergestellt. "Auch, weil wir ja selbst Jugger spielen.